Eishockeylexikon

Bank

längliches Sitzmöbel zur Gemeinschaftsnutzung. Im Eishockeysport in der Variante Straf- und Mannschaftsbank vorkommend. Da sämtliche Mitglieder des EHC Mammuts Menschen aus dem Volk sind, die wesentliche Teile der Trainings- und Spielzeiten auf der B. verbringen, trägt die Spielstätte des EHC den Namen Volksbank-Arena.

Eiche, deutsche

Virtueller Hartholzbaum, der auf Eisflächen wächst. In der Realität meist vertreten durch einen gegnerischen Verteidiger. Nach Lehrmeinung von Coach Kania ist die Begegnung damit zu vermeiden, weil sonst: Licht aus, Krankenhaus.

Freezers

Hamburger Eishockey-Mannschaft, Farmteam der Hamburg Mammuts

Hamburg

Hafenstadt am Unterlauf der Elbe. Seit Menschengedenken eine Ödnis des Eishockeysports. Seit 2009 eine Hochburg desselben.

MA-MA-MA–MU–MU–MU–SCHI–SCHI–SCHI

Kampfruf der Hamburg Mammuts. Begriffsgeschichtlich ist die Genese ungeklärt. Die herrschende wissenschaftlich Meinung betont vor allem die Bedeutung der letzten sechs Silben, ohne den Bezug zu den ersten drei Silben zu vernachlässigen. Danach wäre in dem Ruf vor allem ein Reflex auf die bewältigte Fruchtbarkeitskrise der Eiszeit-Elefanten zu sehen. Eine abweichende Lehrmeinung führt den Ausruf allein auf wiederholte mutwillige Äußerungen eines einzelnen, namentlich nicht genannten, Mammuts beim Betreten der Volksbank-Katakomben zurück, das deswegen unter Ferkelverdacht steht.

Mammut

wiss. Mammuthus, vorzeitliche Gattung von Elefanten, von der Wissenschaft für ausgestorben gehalten. Zahlreiche Funde prähistorischer Relikte in Nordamerika, Europa, Asien und Afrika, vor allem des Wollhaarmammuts (M. primigenius); die meisten Arten waren aber vermutlich unbehaart.

Für das angenommene Aussterben der Tiere führt die Wissenschaft vor allem drei konkurrierende Hypothesen an: 1. übermäßige Bejagung durch den homo sapiens; 2. mangelnde Anpassung an rasche Klimaveränderungen gegen Ende der Eiszeit; 3. zu geringe Reproduktionsrate infolge rapider Abnahme der Fruchtbarkeit.

Erst in jüngster Zeit hat die Forschung den Umstand gewürdigt, dass an den Fundorten in Permafrostgebieten in der Regel ein durch den Auftauvorgang verursachter kilometerweit wahrnehmbarer, beißender Moschus- und Verwesungsgeruch festzustellen war. Ähnliche olfaktorische Erscheinungen, die sich auf eine Eissportstätte im norddeutschen Raum konzentrierten und die nicht durch gleichzeitige Funde von M. primigenius zu erklären waren, haben unvoreingenommene Experten vom Jahr 2009 an die Vermutung formulieren lassen, dass eine Unterart des M. zumindest in einer begrenzten Anzahl von Exemplaren dem evolutionsgeschichtlichen Exitus entgangen sein könnte.

Detailliertere Nachforschungen haben in den streng riechenden Katakomben eines „Volksbank-Arena“ genannten Biotops in Hamburg-Bahrenfeld tatsächlich zur Entdeckung einer kleinen Herde der Unterart M. hamburgiensis  (vulgo: Hamburg Mammuts) geführt, die dank bemerkenswerter Anpassungsleistungen die vergangenen vier Jahrtausende als Spezies überdauert haben müssen.

Den für ihre Artverwandten fatalen Klimaschwankungen sind die Tiere vermutlich durch die Ausbildung modularer Ergänzungen der Epidermis begegnet, welche die Fachwelt unter den Oberbegriff „Ausrüstung“ subsumiert. Die im „Survival of the Fittest“ unbewährten gekrümmten Stoßzähne hat das Mammut hamburgiensis durch gestielte Werkzeuge aus Kompositmaterialien ersetzt, die an einem Ende eine abgewinkelte, abgeflachte Ausformung besitzen und die es mit den vorderen Extremitäten auf vielfältige Weise zu handhaben weiß.

Den Gefahren einer mangelnden Reproduktionsrate begegnet  das M. hamburgiensis  mit einfachen Anreizmechanismen.  Dem reproduktionsfreudigsten Herdentier fällt stets die Führungsrolle zu, die mit dem Titel Präsi (n.z.v. Präser) hervorgehoben wird. Jungtiere, die dem Präsi nacheifern, werden unter der Dusche auch bei mangelnder Behaarung mit Wohlwollen begutachtet.

Nachstellungen des homo sapiens begegnet das M. mit entschiedener Gegenwehr, die sowohl von List als auch von physischer Präsenz (n.z.v. Präsi) getragen wird. Das Tier gilt im Normalzustand als gutmütig, nur einzelne Exemplare fallen durch Reizbarkeit auf. Verspieltheit ist nach mehrheitlichem Urteil von Verhaltensbiologen die hervorstechende Charaktereigenschaft des M., die in Einzelfällen von ungestümem Bewegungsdrang überlagert wird. In der Wissenschaft gewinnt neuerdings die Auffassung die Oberhand, dass dem Mammut hamburgiensis evolutionsgeschichtlich die Zukunft gehört, weil es nicht nur respektgebietend riecht, sondern auch Lebenslust mit der Fähigkeit zur Diszipliniertheit verbindet.