Fehlerfrei Richtung Mai

Sechs Spiele, fünf Siege, ein torloses Unentschieden, nur ein Gegentor, zwölf erzielte Treffer – die Bilanz der Mammuts beim diesjährigen Harsefelder Hobbycup konnte sich sehen lassen. Die nackten Zahlen aber sagten nicht alles. Klar, dass die Urtiere damit zum zweiten Mal nach 2012 den begehrten Pokal über die Elbe entführten. Während sie vor sieben Jahren aber um den Turniersieg hart hatten kämpfen müssen, war es diesmal so, dass sie die Veranstaltung vom Beginn bis zum Ende schlicht dominierten. Pünktlich zum zehnjährigen Vereinsjubiläum lieferten die Mammuts in Harsefeld die stärkste Leistung ihrer Clubgeschichte ab – und wecken damit hohe Erwartungen für das eigene Turnier um den Mammut Cup im Mai. Schon nach Spiel zwei gegen die Rinkrats Flensburg schwang sich deshalb sogar Coach Martin Kania zu einer Feststellung auf , mit der Eingeweihte bislang frühestens zum 50. Jubiläum gerechnet hatten. Auf den kalten Gängen hinter der Tribüne sprach der Vater des Erfolgs die ebenso schlichten wie goldenen Worte: „Ihr habt absolut fehlerlos gespielt“. Er wäre aber nicht der begnadete Motivator, der er ist, hätte er nicht sicherheitshalber nachgeschoben: „Nur zu wenig Tore habt ihr geschossen.“ Die Partie war mit 3:0 gewonnen worden.

Fehlerloses Spiel – das Statement hätte nach jedem Auftritt der Mammuts an diesem Tag gepasst. Dabei sicherten sich die Rüsselschwinger eigentlich gleich im Auftaktspiel den Turniersieg, indem der spätere Zweitplazierte, die Stirnlappenbasilisken aus Hamburg, knapp, aber ungefährdet mit 2:1 vom Eis geschickt wurde. In den übrigen Partien ging es Schlag auf Schlag: 4:0 gegen die Harsefeld Tigers II, 1:0 gegen die Old Boyz Adendorf, 2:0 gegen die Scharbeutz Pirates. Lediglich die Harsefeld Tigers I, späterer Bronze-Gewinner, vermochten den Dickhäutern ein 0:0 abzutrotzen.

Zum ersten Mal in der laufenden Saison gelang es dem Team, das klassische Eishockey-Erfolgsrezept in die Praxis umzusetzen: absolute Herrschaft in der eigenen Zone, auch wenn sie den Spieltag weitgehend im Angriffsdrittel verbrachten. Fünf Shutouts in sechs Spielen waren der eindrucksvolle Beleg dafür.

Als hätte er mit seinem Lob des fehlerfreien Spiels nicht genug des Guten gesagt, setzte Coach Kania am Ende noch eins drauf und ließ das von Autogrammjägern belagerte Team wissen: „Jeder Einzelne von euch hat heute sein Bestes gegeben, Hut ab. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“ Recht hatte er jedenfalls.

In die Torschützenliste trugen sich mit je drei Treffern Philipp Rathmer und Markus Stevens ein, je zweimal schlugen Pierre Meyer und Marcel Köster zu, und mit einem sehenswerten Backhander war Simon Ott dabei. Sonst noch wer? Ach so, Basti Müller hat auch einen reingemacht. Und damit das Spiel gegen Adendorf allein entschieden.

EHC Mammuts:

Tor: Tjark Lindenau, Steve Wilcock

Verteidigung: Thomas Haffke, Philipp Rathmer; Dirk Meyer, Simon Ott

Angriff: Markus Stevens, Marcel Köster, Sebastian Müller; Christian Leverenz, Jan von Döhren, Pierre Meyer; Jörg Gronmeyer, Wolfgang Gehrmann

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